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Als ich 1989 mit dem Radsport anfing, war die große Zeit der Italo-Western schon lange vorbei, aber Italo-Rennradrahmen waren noch State of the Art und beherrschten das Straßenbild. Somit war es auch für mich ein logischer Schritt, dass mein erstes Rennrad ein edler Italiener sein sollte. Es wurde ein Bianchi mit einer 7fach Shimano Schaltung - Schalthebel natürlich noch am Rahmen. Karbon kannte man damals nur aus irgendwelchen DDR Forschungslaboren (FES) und die  Materialauswahl beschränkte sich in diesen Tagen nur auf Stahlrohre aus England oder Italien. Reynolds und Columbus versuchten mit filigranen Rohren [sahen verdächtig magersüchtig aus], und verschiedenen Legierungen die Kunden zu überzeugen. Mein Bianchi erwies sich als solide und verlässlich, jedoch war es ein reines Rennrad - und somit nicht gerade ideal für Triathleten.

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Nedim Yildiz auf einem Bianchi beim Krefelder Triathlon 1991

Nach bereits zwei Jahren sollte mein nächster Italo-Renner kommen (Olmo), um als Triathlon Maschine umgebaut zu werden. Einfach einen Syntace C2 Aufsatz mit Hornlenker draufmontiert und schon hatte man damals eine Triathlon Maschine. OK die 73° Sitzrohrwinkel waren nicht optimal um auf flachen Rennstrecken in der sogenannten "American Position" fahren zu können, aber für die Berge war es ideal

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Triguru mit einem OLMO bei "Lionman" 7-130-25 in Aegedienberg 1993

Anfang der Neunziger kamen dann die Amerikaner auf den deutschen Markt. Kestrel und Quintana Roo wurden von vielen Profis gefahren und galten als Ferrari und Porsche des Triathlon Segments der Radindustrie. Viele Hersteller und Investoren erkannten das Potenzial im Triathlon und entwickelten neue Produkte und Triathlonrahmen. Aus Dänemark kam 1993 dann noch die legendäre Principia Schmiede auf die Bühne, die dann auch den Triathlonmarkt ab 1994 und kurze Zeit später auch den Rennradmarkt dominierte. Das Schlagwort hieß damals: 26 Zoll!

26" war das Maß aller Dinge! Ja tatsächlich man fuhr auf den kleinen 26" Rädern von Rekord zu Rekord. Scott Tinley, Wolfgang Dittrich und nicht zuletzt Jürgen Zäck zeigten uns wie man auf dem Rad performen sollte. Gleichzeitig setzte eine ungeheure Materialschlacht ein, der auch ich mich nicht entziehen konnte.

1993 erwarb ich mir dann das, aus meiner Sicht, beste Rad was es gab: Ein Quintana Roo Superform, in 26" mit Zipp 400 Laufrädern und später einer Zipp 870 Scheibe - edelste und schnellste Teile! Meine Position auf dem Rad war nahezu perfekt: Sattelspitze über dem Tretlager, so dass ich richtig "Druck" machen konnte, mein Rücken in der Waagerechten und die Ellenbogen ca. 90-100° auf dem Aerolenker. Gleich bei meinem ersten Ironman in Roth 1994 fuhr ich glatte 5:00h, sprich einen 36er Schnitt, um gleich ein Jahr später 1995 an gleicher Stelle meine persönlichen Radrekord auf der Ironman Strecke aufzustellen: 4:53h - bis heute von mir ungebrochen!

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Richtige Radposition ! Powerman Venray 1994 auf einem Quintana Roo "Superform". ZIPP 400 mit Carbon Speichen !

Natürlich ging die Materialschlacht weiter: 1996 und 1997 fuhr ich dann ein Principa LC in Giftgrün (mein erstes ALU Rad).

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Roth 1997 in 4:54 !

1998 saß ich dann erstmalig auf einem Titan Renner und konnte endlich einen gewissen Komfort genießen. Tatsächlich wurden durch diesen Werkstoff Schlaglöcher und Unebenheiten einfach weggebügelt bzw. verschluckt. Ende 1998 bekam ich mein erstes Ziemen, einer kleinen aber sehr edlen Schmiede in Wülfrath bei Düsseldorf. Mit diesem Rad löste ich dann auch mein Ticket nach Hawaii in Roth (4:54h). Noch im selben Jahr, 6 Wochen vor Hawaii, bin ich dann wieder auf 28" umgestiegen. Man stieg wieder langsam auf die größeren Laufräder um. Kurze Zeit später war 26" plötzlich out.  

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Ziemen YZ auf Hawaii 1999.

Eine Ziemen YZ  [Zeitfahrmaschine] Baujahr 1999 und Lightforce [Rahmengewicht 925 gr] Baujahr 2000, welche ich beide selber designed und produziert hatte, zierten meinen Allerwertesten bis heute ins Jahr 2009 hinein.

Doch nun, nach 10 Jahren, ist es für mich an der Zeit die Szene wieder mit etwas spektakulärem aufzumischen. Monate habe ich im Internet nach der perfekten Maschine gesucht und meine Ansprüche sollten einigen Herstellen Probleme bereiten. Die Kriterien für den perfekten Rahmen waren wie folgt:

Er sollte aus Karbon sein, leicht, aerodynamisch, steif und mit einer verstellbaren Sattelstütze bestückt. Und ganz wichtig: die neue Maschine musste gut aussehen und preislich attraktiv sein.

Tja ... was gibt es denn da alles auf dem Markt?

Sehr vieles! Canyon, Argon18, Kuota, Specialized, Issac, Cannondale, Trek usw.  und ganz neu:

FUJI!

 

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FUJI D6 Professional, mit SRAM Red

Nachdem ich alle Kriterien gecheckt hatte, kam ich zu einer eindeutigen Entscheidung:

Das FUJI D6 soll meinen Rekord aus dem Jahr 1995 knacken und mich für die nächsten Jahre auf den Radstrecken dieser Welt begleiten.

Die Vorteile dieser Kampfmaschine sind eindeutig;

1. Das futuristische und zugleich wunderschöne Design macht es einzigartig

2. Die vielen technischen Features setzten Maßstäbe:

- Die Sattelstütze ist in allen Richtungen verstellbar, und wirkt deutlich schöner und edler als bei der Konkurrenz

- Die Vorderbremse ist hinter der Gabel versteckt, das Kabel wird durch die Gabel ins Cockpit geleitet (einzigartig!) und ist somit nicht im Wind

- Die Hinterradbremse ist im Hinterbau eingelassen  und wirkt perfekt platziert (ebenfall einzigartig)

- Die Ausfallenden sind nach hinten offen, mittels Schrauben kann man das Hinterrad  so nah wie möglich ans Sitzrohr schieben

- Das Gewicht des Rahmens ist im Vergleich zu vielen anderen Zeitfahrmaschinen geringer (1380gr)

3. Die Aerodynamik des FUJI D6 lässt sich nicht mehr verbessern - bis auf äußerste wurde dies ausgeschöpft.

 

4.  Nicht zuletzt ist der Preis ein großes Kaufargument: für 1699 € UVP bekommt man nicht nur einen Rahmen mit Gabel und Steuersatz, sondern auch die zurzeit beste und durchdachteste Sattelstütze plus Vorder u. Hinterbremse!

Nach meiner ersten Testfahrt am 21.05.09 bei der RTF in Issum über 150km zeigte meine neue Maschine dann auch ihr wahres Gesicht => Warp 9 war angesagt! Meine Position war perfekt, waagerechter Rücken, die Unterarme in 90-100° Winkel auf dem Auflieger, und somit konnte ich auf dem flachen Kurs mächtig Druck machen. Die Fahreigenschaften konnten mich auch überzeugen. Ein sehr guter Geradeauslauf und gleichzeitige Agilität sorgen für einen Geschwindigkeitsrausch. Die Tretlager u. Lenkkopfsteifigkeit sind unglaublich - nichts bewegt sich, nichts erscheint im Ansatz weich oder schwammig. Ohne Bedenken konnte ich eine Abfahrt freihändig mit ca.80km/h runter heizen. Auch brutalstes Antreten nach Kurven oder an steilen Rampen, konnte der Fahrsicherheit nichts anhaben.

 

Dieses Rad setzte Maßstäbe und ist somit die Referenz und Benchmark für Carbon Zeitfahrmaschinen.

 Wer also ein ganz besonderes Rad sucht das Ästhetik, Innovation, Fahrspaß und Sicherheit verbindet, ist mit dem Fuji D6 der Konkurrenz um Lichtjahre voraus.

weitere infos unter www.fujibikes.de 

triguru

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Old school meets New School. FUJI D6 aus dem Jahr 2009 und ein Original Renner aus dem Jahr 1939. 70 Jahre Rad-Evolution
 
 

 

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