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Artikel von Triguru erschienen im BAYER Triathlon Magazin 2008 "Vom Volkstriathlon zum Olympischen Triathlon"

Wer kennt sie nicht, diese verrückten Athleten die gleich drei Ausdauersportarten hintereinander ausüben, während die meisten von uns nicht einmal eine Teildisziplin schaffen. Knappe Badeanzüge, Zeitfahrmaschinen, braungebrannte, durchtrainierte Körper. Ja so stellt man sich den gemeinen Triathleten vor. Doch weit gefehlt, die Realität sieht teilweise anders aus - und das ist auch gut so. Seit Jahren schon beobachten wir immer mehr Athleten die ohne Neoprenanzug schwimmen, das Trecking Bike als Speed Maschine missbrauchen und beim Laufen eher an den Walker erinnern. Ein, zwei Jahre später kann es sein, dass dann genau diese Athleten mit einem knappen Badeanzug, einer Zeitfahrmaschine und einen durchtrainiertem Körper die Triathlon Wettkampfstätten unsicher machen. Triathlon ist eine Boomsportart - zu Recht. Triathlon ist nicht nur Sport, nein, es ist auch ein Lifestyle der dem Zeitgeist entspricht.

 

Ein großer Vorteil ist, dass fast jeder einen Triathlon bestreiten kann - nicht nur einen Volkstriathlon. Auch die Olympische Distanz über 1,5km Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen ist mit einem durchdachten Training möglich. Wichtig dabei sind die drei P's. Das Training muss mit Passion, periodisch und progressiv geplant und durchgeführt werden. dadurch wird man auf den Punkt genau fit und hat die beste Verletzungsprophylaxe. Wie sieht so etwas aus?

Zunächst einmal sollten wir uns bereits Anfang des Jahres unseren Saisonhöhepunkt aussuchen und uns so früh wie möglich dort anmelden. Durch diese frühe Verpflichtung, haben wir mental genügend Zeit uns vorzubereiten. Bei jedem Training dürfen wir uns nun unser Rennen in Idealversion vorstellen. Jedes Mal, wenn wir ans Limit gehen, stellen wir uns vor, wie wir unseren Kollegen oder unseren Nachbarn auf der Zielgeraden locker überspurten. Jedes Mal wenn es im Training richtig hart wird, und wir meinen, nicht mehr schwimmen, Rad fahren oder nicht mehr laufen zu können, werden wir uns vorstellen, dass es im Rennen den anderen noch schlechter gehen wird. Jedes Mal, wenn es im Training schmerzt und wir wirklich am Limit sind, werden wir uns sagen, dass wir noch härter trainieren könnten, aber es uns für das Rennen aufheben. Wir werden also jede Trainingeinheit genießen.

Um sich ideal vorzubereiten, sollte sich der angehende Triathlet zwei Volksläufe über 5km und 10km im Frühjahr, einen Volkstriathlon im Frühsommer und als Höhepunkt den Olympischen Triathlon im Sommer, beispielsweise im August in Krefeld vornehmen.

Zunächst einmal hier einige wichtige Grundsätze und Regeln zu Training:

1. Wir sollten uns einen Trainingsplan erstellen und den Umfang über das Jahr verteilt steigern (Gesamtumfang und Einzelumfang)

2. Nie immer das gleiche Programm oder die gleiche Einheit absolvieren, immer variieren. Der Körper braucht ständig neue Reize und ist in der Lage das Training schnell zu adaptieren. Wir müssen in allen fünf verschiedenen Trainingsbereichen trainieren. Sprich vom Regenarations Training bis hin zu intensiven Einheiten sollte alles im Wechsel trainiert werden. Es gibt beispielsweise nichts Uneffektiveres als jeden Samstag, die gleiche Strecke in der gleichen Zeit zu laufen!

3. Die Intensitäten sollten sich progressiv gestalten. Je näher der Sommer rückt, desto intensiver dürfen wir trainieren. Einzelne Einheiten sollten auch progressiv gestalten werden

4. Immer auf den Körper hören. Schmerzen sind ein Zeichen eine Pause zu einzulegen. Niemals mit Fieber trainieren. Bei Erkältungen lieber pausieren.

5. Generell alle 3 bis 4 Wochen eine Ruhewoche (ca. 50% vom Wochenumfang der Vorwoche absolvieren) einlegen. Pausieren bevor man müde wird!

Kommen wir nun zu den P's: Das erste P ist zugleich auch das Wichtigste: Die Passion! Wer mit Spaß und Lust trainiert, hat nachweislich mehr Erfolg.

Die Periodisierung und die Progressivität spielen bei der Trainingsplanung eine entscheidende Rolle. Zur Periodisierung gehören die zwei wichtigen sogenannten Makrozyklen: Die Vorbereitungsfase und die Wettkampffase. Die dritte sogenannte Übergangsfase spielt nur eine geringe Rolle, auf die ich hier nicht eingehen möchte. Ein solcher Makrozyklus erstreckt sich über einen Trainingszeitraum von ca. 12 Wochen.

Weitere Informationen an anderer Stelle ....

Triguru

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