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*Captain Chaos*Steffen Alex ist einer der liebsten Menschen und talentiertesten Athleten, die mir je in meiner Trainerkarriere begegnet sind. Allerdings kenne ich auch keinen, der so positiv verrückt ist, wie er! Also DER ideale Werbepartner für ungewöhnliche Produkte und Konzepte! Ich habe ihn kennengelernt - irgendwann Anfang 2005. Da erschien irgendso ein bayrisch äähhh Verzeihung, fränkisch sprechender Model-Athlet, mittwochs beim Bahntraining, mit kurzen Shorts, bei 0 Grad Celsius und suchte einen neuen Verein. Na da war er je beim „SC Bayer 05 Uerdingen" goldrichtig! Er erzählte mir über sein Training und seine Rennen, wie er sich auf diese vorbereitet und wie er sich ernährt. Meine Augen wurden immer größer, als er mir von seinem Training und all den anderen Dingen erzählte, ich war mehr als sprachlos und kam aus dem Staunen nicht raus. Steffen bestritt sein Training ohne jedes Konzept - er trainierte einfach drauf los, ohne zu wissen, was er da tat. Gigantische Radeinheiten von 250km - 300km einen Tag vor dem Rennen oder zwei Triathlon-Rennen an einem Wochenende sind eher die harmloseren Trainingsvarianten. Seine Ernährung konnte man nicht als solche bezeichnen, sondern eher als Zufuhr von Nahrung zwecks Sättigung. Warum er bei seinem 10km Läufen immer langsamer wurde, wollte er von mir wissen? Was für eine Frage. Aber nicht nur sein Training war von einer anderen Welt. Auch seinen allgemeinen Lebensstil kann man eher chaotisch, als organisiert bezeichnen. Er hätte eine Paraderolle bei den Simpsons spielen können und irgendwann bekam er dann auch von mir seinen passenden Namen verpasst: „Captain Chaos". Trotz all dieser etwas schwierigen peripheren Randerscheinungen sehe ich in ihmein großes Talent. Ende 2006 haben wir uns dann entschlossen, zusammenzuarbeiten. Ich fing an, ihm Trainingspläne zu schreiben und betreute ihn persönlich. Sportlich lief die Vorbereitung sehr gut. Ich erinnere mich noch gut an einen kalten Tag im Januar beim Bahntraining: Er sollte 10 x 1000m in 3:15' als Test laufen. Ich organisierte 5 „Hasen" die ihn jeweils auf einer Distanz von 400m bis 800m ziehen sollten. Nach 7 x 1000m waren alle Hasen verschliessen - nur Steffen lief stur seine 3:12' im Schnitt, bis zum Letzten - unglaublich! Binnen einiger Wochen stellte sich dann auch der erste Erfolg ein: Platz 17 beim Ironman South Africa [2 Platz AK 25] trotz Krankheit und Unfall, die ihn im Vorfeld [as usual] trafen. Der Rest ist Geschichte: 2007 - Platz 67 IRONMAN Hawaii in 9:17 h und einer Laufzeit von 3:04h trotz mehrmaligem Aufsuchen der Toilette (was hat er wohl wieder gegessen?) 2008 - Platz 5 Köln Langdistanz in 8:56h mit bester Laufzeit in 2:57h, trotz Lebensmittelvergiftung im Vorfeld (mmmhhh lecker Pizza!)
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